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Geschrieben von schneckenschubser am 19.03.2006 um 18:12:
Gerhard Ebeler. Hat die Stücke zusammen mit Hans Otten geschrieben, ich war gerade drauf gekommen. Ehrlich! "Höhnerjass 204", natürlich, und "Du kannst nicht treu sein".
Ich kannte die "Höhnerjass" - was ja klar war - nur von Steingass gesungen und hab' gerade erst die credits auf dem Plattencover gecheckt. Da fand ich dann Ebeler/Otten, der Rest war Google. Man hätte es aber auch über Sinatra komplett googlen können, denke ich.
Geschrieben von Kelong am 19.03.2006 um 19:57:
Bravissimo Alexander und Schneckenschubser!
Gerhard Ebeler ist richtig.
Das erste Lied war immer schon hochdeutsch.
Wir kennen es alle: "Du kannst nicht treu sein (Nein, nein, das kannst du nicht)".
Das 2. "En d'r Höhnergaß 204" ist meines Erachtens ein geniales Karnevalslied.
Ich will noch etwas darüber schreiben.
Aber die Lösung bestätige ich schon einmal, damit wir weitermachen können.
Geschrieben von Kelong am 19.03.2006 um 22:38:
Noch mal zu Ebeler
Noch mal kurz zu den Liedern von Gerhard Ebeler (1877-1956).
Bei der "Höhnergaß" handelt es sich um ein "Schwindellied", wobei realistische Momente und reale Zeitbezüge eingebaut sind.
Die erste Strophe geht aus von einem nicht ungewöhnlichen Erlebnis mit einem trinkfreudigen Kumpan.
Wenn kein Weetschaff eß mieh offe,
Un do häß dann angetroffe,
Noch 'ne Fründ, dä dööchtig eß,
Dann kann ich en Quell deer nenne,
Wo se Feerovend nit kenne,
Un do wie zo Hus glich beß:
Problematischer als heutzutage war es in der Entstehungszeit des Liedes (1930) eine Kneipe zu finden, die sozusagen rund um die Uhr geöffnet hatte.
Das da etwas nicht stimmte, merkt der Hörer an der Adressangabe. Höhnergaß mit der Haustürnr. 204. Hinterhof - für Kölner Verhältnisse in der Innenstadt auch nicht so wahrscheinlich.
Und dann noch eine geheimnisvolle 1. Tür ...
En d'r Höhnergaß Zweihundertvier,
Em Hinderbau de eeschte Dhör,
Do klopps de an un geihs eren,
Un flüggs de nit erus dann blievs de dren.
En d'r Höhnergaß Zweihundertvier,
Em Hinderbau de eeschte Dhör!
Die zweite Strophe kommt unserer Zeit schon näher. Insolfenz. Gelder "flüssig" machen. Aber ein 1 prozentiger Jahreszins? Schön wär's.
Un beß do ens schlääch bei Kasse,
Dann sag nor nit glich: "Ich passe",
Denn dat mäht dich insolvent.
Do kanns Gelder flüssig mache,
Wenn do flöck verpfänds ding Saache,
Gäge jöhrlich ein Prozent:
Und dann in der 3. Strophe:
Jung bleiben - ohne Sport! Gleich um Hundert Jahr: das Institut such ich jetzt gleich auf.
Wenn do jungk un schön wells blieve,
Un kanns keine Sport bedrieve,
Dann versüm nor kein Minut,
Pack dich op, dun dich bezwinge,
Löß dich hundert Johr verjünge,
En däm Schönheitsinstitut:
Ein Karnevalslied, das in einer solchen Klasse selten ist.
Daß Ebeler gerne aktuelle Themen aufnahm, zeigt auch das Lied mit den schönen Zeilen:
Ob wir sparen oder nicht, es ist doch gleich.
Denn wir werden sowieso nicht mehr reich.
Ob wir sparen oder nicht, das ist egal,
darum freuen wir uns heute noch einmal.
Kein Werbespruch für die Sparkasse.
Ein schönes Lied von ihm ist auch"Woröm häss do dann däm Klein nix metgebraht?"
Ein Foto aus späteren Jahren
Geschrieben von schneckenschubser am 20.03.2006 um 08:14:
RE: Noch mal zu Ebeler
| Zitat: |
Original von Kelong
Ein Karnevalslied, das in einer solchen Klasse selten ist.
|
Da hast Du wohl recht. Hübsche kleine Anspielungen, der Text sagt so viel mehr als wirklich gesungen wird, zweideutig, das ist wirklich schön.
Ein bisschen wie Ostermann - die Villa in POPPELSdorf o.ä..
Wisst Ihr eigentlich, von wem dies hier ist:
"Wenn et dat Aapejeseech nit hätt
un nit esu platt wör wie e Brett
wör dat Finche ald lang bei d'r Revue
denn die Bein sinn jahnit schlääch
nur die Fööss die stonn jet schräch
un beim Danze wie en Truffel en de Hüh"?
Ich kenne das nur von den Bläck Fööss gesungen, weiss aber nicht von wem es stammt.
Viele Grüße,
schneckenschubser
Geschrieben von schneckenschubser am 22.03.2006 um 08:32:
Sagt keiner mehr was? Dann würde ich ein neues Rätsel einstellen.
Geschrieben von Alexander am 22.03.2006 um 13:08:
Loss jonn!
Geschrieben von schneckenschubser am 22.03.2006 um 13:32:
Alles klar. Hann jetz jrad kein Zick un muss och noch drüvver nohdenke. Hück ovend ess et dren.
Geschrieben von schneckenschubser am 22.03.2006 um 21:28:
He kütt et:
ich suche ... eine Frauensperson.
Sie war verheiratet - hier in Köln natürlich - mit einem sehr wichtigen Mann.
Der Beruf dieses Mannes hatte einen lustig klingenden Namen.
Er war der Mittlere von Dreien.
Er hatte ein Fisternöllchen mit einer anderen Frau, dieser Beziehung entspross ein Sohn. Dieser Sohn wurde sehr berühmt, weil er etwas sehr Wichtiges für Europa getan hat.
Über dieses Fisternöll wurde die Gesuchte sehr unglücklich und zog sich ... zurück. Nicht gerade in die Wildnis, aber zurück von allem Weltlichen.
So, Ihr Lieben, jetzt möchte ich gern wissen:
Wer war die Frau? Wer der Mann? Wer der Sohn? Wodurch wurde der Sohn berühmt? In welcher Kirche ist die Frau begraben, welche Straßen sind nach ihr und ihm benannt? Und für die ganz Aufgeweckten: wie hieß das Fisternöll?
Viel Spaß,
D'r Schleckedäuer
Geschrieben von Alexander am 23.03.2006 um 13:25:
Tja, so auf Anhieb und ohne nachzuschauen fällt mir folgendes ein:
Hausmeier, Pippin, Karl Martell
Aber ob das alles so richtig ist....?
Geschrieben von schneckenschubser am 23.03.2006 um 16:08:
Stemmp. Un jetz - dä Ress, also die Stroße, die Kirch un esu wigger.
Un donoh - Ding Rätsel.
Schöne Jrooß,
Schleckedäuer
Geschrieben von Kelong am 26.03.2006 um 15:13:
Ich spring mal ein.
Zwei Kölner fahren an einem Montagmorgen des Jahres 1936 mit der Straßenbahn. Beide schauen aus dem Fenster und sehen vor sich ein Bild kölscher Eigenart. Sie kommen darüber ins Gespräch und verabreden über diese Aussicht ein Lied zu schreiben. Der Texter war brigens Straßenbahnfahrer auf der Linie 18 (Kölner Ringbahn), der Komponist ein studierter Jurist.
So entstand ein bekanntes Lied.
Gefragt sind die Namen des Gespanns und der Titel des Lieds.
Geschrieben von BF4711 am 26.03.2006 um 15:25:
"Luur ens vun Düx noh Kölle"...
Geschrieben von Kelong am 26.03.2006 um 15:58:
| Zitat: |
Original von BF4711
"Luur ens vun Düx noh Kölle"...
|
Kein schlechter Versuch ... aber der Ludwig Sebus besteht nicht aus 2 Personen.
Geschrieben von Kelong am 26.03.2006 um 16:07:
| Zitat: |
Original von dicker schütze
vielleicht hatte er ja damals einen neben sich gehen... ? |
Gibt doch ein Lied vom Zeltinger.
"...ich bin zwei, bin nie allein ...." oder so ähnlich
Seid versichert: das gefragte Lied kennt ihr alle.
Geschrieben von schneckenschubser am 26.03.2006 um 18:41:
| Zitat: |
Original von Kelong
Gibt doch ein Lied vom Zeltinger.
"...ich bin zwei, bin nie allein ...." oder so ähnlich
|
"Schizophren" von "Live im Roxy"
Geschrieben von BF4711 am 26.03.2006 um 18:42:
| Zitat: |
Original von Kelong
| Zitat: |
Original von BF4711
"Luur ens vun Düx noh Kölle"...
|
Kein schlechter Versuch ... aber der Ludwig Sebus besteht nicht aus 2 Personen. |
Das war ja mein Problem beim Erstellen der Antwort...
Geschrieben von Kelong am 26.03.2006 um 18:44:
@schneckedäuer
Genau. Ein Schulfreund von mir spielte darauf die Lead-Gitarre.
Aber zurück zur eigentlichen Frage!
Geschrieben von schneckenschubser am 26.03.2006 um 18:47:
Jetzt mal zum Rätsel:
der Komponist ist garantiert Gerhard Jussenhoven. Der ist nämlich 1. Jurist und 2. alt genug, um das auch schon 1936 gewesen zu sein.
Ävver wer is dä Texter? Un vun wat för enem Leed? Hhmmm ....
Geschrieben von schneckenschubser am 26.03.2006 um 18:56:
Texter könnte Toni Steingass sein, die beiden haben viel zusammen gearbeitet. Wor d'r Steinjasse Tünn dann ens Stroßebahnfahrer? Weiss dat einer?
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