02.12.2009 22:56
IG KÖLN VorOrt hält Vorschlag zur Kölner Kurtaxe für einen Witz
Köln, 2.12.2009: Der heutige Vorschlag des Stadtkämmerers Dr. Norbert
Walter-Borjans, im Übrigen auch oberster Wirtschaftsförderer der Stadt,
in Köln eine Kurtaxe in Höhe von drei Euro täglich einführen zu wollen,
ruft bei der IG KÖLN VorOrt konsternierte Belustigung hervor.
Michael Musto, Sprecher der IG: "Herr Dr. Walter-Borjans muss
offensichtlich die Realitäten verkennen oder es soll vielleicht ein
Witz sein. Wer heute Köln besucht, kann ja schon fast ein
Schmerzensgeld von drei Euro pro Tag dafür verlangen, sich hier
aufzuhalten, unter allen vorhandenen widrigen Umständen - wie zum
Beispiel bedingt durch zähflüssigen Verkehr, eine erschwerte Suche nach
Parkplätzen oder durch die Behinderungen und Verunstaltungen an
zahlreichen Baustellen."
Während der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels noch vor wenigen
Tagen dafür plädierte, dass kommunale Unternehmen des Öffentlichen
Personennahverkehrs eine Anfahrt von Gästen zu Weihnachtseinkäufen in
die Städte vergünstigen sollten, kommt es in Köln offensichtlich zur
verkehrten Welt. Nun sollen Besucher in Köln sogar ein
Aufenthaltsentgeld bezahlen.
"Wahrscheinlich sind dann Kölnbesucher tatsächlich und endlich nach
ihrer 'Kur' in Köln von Köln 'kuriert', wenn man ihnen den Kassenbon
für die Zahlung der Kurtaxe vorgelegt hat. Unglaublich, dass der
Wirtschaftsförderer der Stadt Köln ausgerechnet diejenigen willkommenen
Gäste taxieren will, die frisches Geld zum Kölner Handel und
Gastgewerbe bringen wollen" so Musto, IG KÖLN VorOrt.
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